Hej, ich bin Natalie Mayer, Heilpraktikerin in Wangen im Allgäu. Das Thema Immunsystem beschäftigt mich in meiner Praxis ständig – und ich möchte es hier bewusst nicht als fertige Checkliste präsentieren, sondern eher als kleines Brainstorming mit dir teilen. Vielleicht ist der ein oder andere Gedanke für dich dabei, den du in den nächsten Wochen mitnehmen möchtest.
Gerade wenn im Allgäu die sonnenarme Zeit beginnt, lohnt sich dieser Blick nach innen besonders.
Was gehört eigentlich alles zu meinem Immunsystem?
Wenn wir an „Immunsystem stärken“ denken, springt der Kopf schnell zu Vitamin C oder einer Erkältung. Dabei steckt viel mehr dahinter. Ein paar Fragen, die es lohnt sich selbst zu stellen:
- Wie geht es eigentlich meinem Darm? Ein großer Teil der Abwehrkräfte sitzt dort.
- Wie steht es um meine Schleimhäute – Nase, Rachen, Bronchien? Sie sind die erste Barriere, bevor Krankheitserreger überhaupt in den Körper gelangen.
- Wie ist mein allgemeiner Zustand gerade – bin ich erschöpft, ausgeglichen, angespannt?
Das Immunsystem ist also kein einzelnes Organ, sondern eher ein Zusammenspiel verschiedener Systeme im Körper.
Wie gut sind meine „Tanks“ gefüllt?
Ein zweiter Blickwinkel: Welche Reserven stehen deinem Körper gerade zur Verfügung, wenn er sie braucht? Dazu gehören zum Beispiel:
- Vitamin D – gerade jetzt, bevor die sonnenarme Zeit beginnt, ein guter Zeitpunkt, um hinzuschauen
- Vitamin C – als bekannter Baustein, der aber gerne im Alltag zu kurz kommt
- Zink und Eisen
- B-Vitamine und Magnesium, die auch für dein Nervensystem eine Rolle spielen
Ob und wo bei dir tatsächlich ein Mangel besteht, lässt sich über eine gezielte Anamnese oder ggf. eine Labordiagnostik gut abklären – so ergänzt du gezielt, statt auf Verdacht irgendetwas einzunehmen.
Welche Triggerfaktoren halten meinen Körper dauerhaft auf Trab?
Ein dritter Blickwinkel, der oft übersehen wird: Es gibt Faktoren, die deinen Körper unabhängig von einer akuten Erkältung permanent belasten und dadurch Ressourcen binden, die er eigentlich für die Abwehr bräuchte. Zum Beispiel:
- Dauerstress im Job oder Alltag, der das Nervensystem nie richtig zur Ruhe kommen lässt
- Schlafmangel oder unruhiger Schlaf
- Einseitige Ernährung oder häufige Mahlzeiten „nebenbei“
- Versteckte Unverträglichkeiten oder ein Darm, der schon im Alltag mit einigem zu kämpfen hat
Wenn diese Trigger dauerhaft aktiv sind, hat dein Körper es schwerer, im Ernstfall schnell und effektiv zu reagieren.
3 Dinge, die du diese Woche anschauen kannst:
- Deinen Schlaf – kommst du wirklich zur Ruhe?
- Deine Vitamin-D-Reserve, bevor die dunkle Zeit beginnt
- Einen echten Stress-Gegenpol im Alltag (Spaziergang, Tee, Pause)
Ein Infekt im Winter ist normal – und das ist okay
Mir ist wichtig, dass du diesen Beitrag nicht als Aufforderung liest, jeden Infekt um jeden Preis zu vermeiden. Erkältungen gehören im Winter für die meisten Menschen einfach dazu, und das ist grundsätzlich völlig in Ordnung. Es geht vielmehr darum, dass dein Körper gut genug aufgestellt ist, damit dich ein Infekt nur streift, statt dich wochenlang aus der Bahn zu werfen – und dass du, falls du doch einmal richtig krank wirst, gestärkt und schneller wieder herauskommst.
Mein Blick auf deine Situation
Als Heilpraktikerin schaue ich mit dir gemeinsam auf all diese Blickwinkel: deinen Darm, deine Reserven, deine individuellen Stressfaktoren. Auf dieser Grundlage entwickle ich ein Konzept, das zu dir passt – mit naturheilkundlichen Verfahren wie Phytotherapie, Infusionen oder oralen Komplexmitteln, ganz nach dem, was dein Körper gerade wirklich braucht.
